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Lerntherapie

Lerntherapie ist eine außerschulische spezielle pädagogisch-psychologische Förderung für Kinder und Erwachsene mit Lern- und Leistungsproblemen in den Bereichen Lesen und Schreiben, z. B. bei

  • Lese-Rechtschreibschwäche
  • Legasthenie


Sie beruht auf einer individuellen Diagnostik in Zusammenarbeit mit Kinder- und Jugendpsychiatern bzw. -psychologen, Schulpsychologen, Heilpädagogen, Lehrern und Eltern.

Sekundärproblematiken wie A(D)HS oder mangelnde Leistungsmotivation müssen berücksichtigt und im Zusammenhang mit der Lernproblematik gesehen werden.

Die Lerntherapie findet in Einzelförderung oder in Kleinstgruppen statt und beinhaltet auch Eltern- und Hausaufgabenberatung.

Grundsätzlich findet die Lerntherapie auf Selbstzahlerbasis statt.
Auf Antrag kann die Lerntherapie über das Jugendamt finanziert werden (§ 35a SBG). Grundlage ist eine chronische Lernstörung und zugleich seelische Behinderung durch die soziale Isolation droht oder bereits eingetreten ist.

Im Unterschied zur Nachhilfe schafft die Lerntherapie grundlegende inhaltliche und psychische Voraussetzungen für eine Verbesserung durch

  • Förderung der Vorläuferfähigkeiten des Lesens und Schreibens (phonologische Bewusstheit)
  • Förderung der auditiven Wahrnehmungs- und Verarbeitungsfähigkeit
  • Aufarbeitung und Automatisierung der Rechtschreibregeln
  • Aufarbeitung und Automatisierung kritischer Leseprozesse
  • Vermittlung sinnvoller Lernstrategien
  • Reflektion der Eigenverantwortung beim Lernen und Lernmotivation